Ist Liebe nur BIOCHEMIE?

Ist Liebe nur eine schöne Illusion?

Sind wir in Wahrheit simplen Hormonauschüttungen aufgesessen, wenn wir glauben, das schönste aller Gefühle zu erleben, dem Verliebtsein oder der Liebe?

Diesmal wollte Klient es richtig machen in Sachen Liebe

Erfolgreich reden, heißt, zu jeder Gelegenheit die richtigen Worte zu finden
Erfolgreich reden, heißt, zu jeder Gelegenheit die richtigen Worte zu finden

Genau das fragte sich Arnold W., ein netter Geschäftsmann von 43 Jahren, der vor Jahren geschieden, eben gerade wieder dabei war, sich zu verlieben. Allerdings fühlte er sich ziemlich unsicher diesem Gefühl ausgeliefert und wusste nicht, ob er in der Lage war, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Er hatte sich deshalb erst einmal etwas zurückgezogen um seine Gedanken zu klären.

Dazu suchte er eine Therapeutenkollegin, Frau X. auf, um sich beraten zu lassen Er wollte gemeinsam mit ihr von außen auf die neue Situation blicken Es war Arnold W. wichtig, nicht nur seinen Emotionen zu folgen, sondern auch der Vernunft Raum zu geben. Denn schließlich hingen von seinem Verhalten das Glück und Wohlbefinden auch seiner 2 halbwüchsigen Kinder ab, die bei ihm aufgewachsen waren.

Herr W., der seit vielen Jahren der Patient von Frau X. ist, lebte in den letzten Jahren ohne eine feste Partnerschaft. Das heißt nicht, dass er keine Kontakte pflegte. Ganz im Gegenteil, er hat einen großen Bekanntenkreis und war auch von Zeit zu Zeit immer mal wieder mehr oder weniger verliebt gewesen. Zu einer festen Bildung hatte es aber nie gereicht.

Der Klient ist ein ausgesprochen gutaussehender Mann, der den Frauen gefällt. Er ist sportlich und pflegt eine Reihe von Hobbys. Außerdem verdient er in seinem Beruf gut und kann seinen Lieben viel bieten.

Immer fiel die Wahl auf falsche Partnerinnen

Mit Meridianklopfen ist es einfacher, das eigene Unterbewusstsein zurate zu ziehen
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Aber immer, wenn Herr W. Sich ernsthaft für eine feste Beziehung entscheiden wollte, stellte sich schnell heraus, dass es doch nicht so passte.

 Die Damen hatte eine völlig andere Vorstellung von einer Bindung als Herr W. Dieser dachte eher daran, seine Familie wieder zu komplettieren, den Aspirantinnen hingegen stand der Sinn nach Ausgehen und Amüsement.

Arnold W. mutmaßte, dass er immer nach den falschen Frauen Ausschau hielt. Genau wie seine erste Frau sollten sie sexy sein, vollbusig, möglichst blond und mit Hüftschwung durch den Alltag stöckeln. Er hingegen war eher ernster Natur, auf Sicherheit und das Wohl seiner Familie bedacht.

Herrn W. musste erst erklärt werden, dass das nicht zusammenpasste. Aber immer wieder fiel er auf den gleichen Typ Frau herein, um sich dann enttäuscht wieder für längere Zeit zurückzuziehen.

Unbewusst folgte Herr W. einem Gewohnheitsmuster.

Er fühlte sich zu Frauen hingezogen, die das genaue Gegenteil von ihm waren. Das ist eine List der Natur, die damit dafür Sorge trägt, dass sich möglichst unterschiedliche Menschen miteinander paaren, um eine starke Nachkommenschaft zu erreichen.

Die Natur kümmert sich nicht darum, ob Paare zueinander passen

Meridianklopfen kann dabei helfen, emotionale Blockaden zu lösen
Meridianklopfen kann dabei helfen, emotionale Blockaden zu lösen

Die Natur interessiert sich nicht dafür ob sie sich verstehen oder ihre Charaktere harmonieren. Hierbei geht es einzig um genetische Gesundheit.

Auf die Frage, ob wir denn bei der Partnerwahl „gar nichts zu melden hätten, ist die Antwort, dass neben den Gefühlen eben auch die Vernunft zu Rate gezogen werden muss. Eines der vorsorglichen Maßnahmen sollte deshalb sein, sich vorwiegend dort nach Menschen umzusehen, die zu einem passen. Wo man ziemlich sicher sein kann, Partnern zu begegnen, die ähnliche Erwartungen ans Leben haben könnten, wie man selbst.

Gemeinsamkeit ist am Ehesten bei der Ausübung seines Hobbys zu finden

Gemeinsam kochen kann verbinden. Ingrid Schlieske bietet in ihren Ratgeberbüchern viele Rezepte
Gemeinsam kochen kann verbinden

Aber auch das Internet bietet heutzutage ein Forum, um sich ehrlich darzustellen und sich erst dann persönlich kennen zu lernen. Diese Möglichkeit eröffnet auch eine Bekanntschaftsanzeige, in der man offen sich, aber auch seine Erwartungen beschreiben kann. So schließt sich von vornherein aus, was ohnehin nicht zusammenpasst.

 Erstaunlich nette Bekanntschaften werden in Sportvereinen gemacht oder in Wandergruppen oder anderen Freizeitaktivitäten, die nicht nur von Singles besucht werden.

Den richtigen Partner, die passende Partnerin lässt sich umso leichter finden, wenn die optischen Reize keine übertrieben große Rolle spielen. Dabei darf der Andere durchaus attraktiv aussehen.

Wenn es nur um die sexuellen Signale geht ist Irrtum vorprogrammiert

In der Liebe, kommt es, wie beim Kochen, auf die Zutaten an. Schlieske bietet dafür pfiffige Re
In der Liebe, kommt es, wie beim Kochen, auf die Zutaten an

Denen nämlich ist man leicht aufgesessen und sie führen fast immer in die Irre.

Insgesamt ist, wenn man ernsthaft nach der richtigen Partnerschaft sucht, durchaus ein kluges Kennenlernma-nagement gefragt. Und eine Ehrlichkeit zu sich selbst, bevor man sich emotional bindet.

Herr W. hat sich intensiv mit den biochemischen Zusammenhängen befasst, um ihnen nicht wieder zu erliegen. Denn – Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.

 Das sollte ihm wirklich helfen, die Zusammenhänge zu erkennen und damit umzugehen.

 Jedenfalls scheint nach einem ausführlichen Gespräch die neue Flamme nicht mehr ganz so hell zu brennen. Schließlich will Arnold W. eine Partnerschaft mit Zukunft und nicht nur einen kurzen Rausch. Das steht nun für ihn fest und auch, dass er künftig rechtzeitig die Handbremse ziehen kann, bevor es wieder zu beiderseitigen Enttäuschungen kommt.

Wissenschaftler entlarven die Liebe als einen rein physiologischen Vorgang

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Auch wenn wir an die Schmetterlinge im Bauch glauben - Liebe entsteht eine Etage höher, nämlich im Kopf. Bestimmte Hirnaktivitäten und spezielle Hormone sorgen für den Rausch der Sinne und das wirkt sich so aus:

  •  Das Herz schlägt schneller, als würde es gleich „zerspringen“
  •  Ungeahnte Energien stehen nun zur Verfügung
  •  Man könnte Bäume ausreißen
  •  Keine Aufgabe scheint Betroffenen nun zu groß
  •  Es wird kaum Schlaf benötigt
  •  Verliebte sehen besonders attraktiv aus
  •  Verliebten erscheint das Objekt ihrer Liebe als schönste Person überhaupt
  •  Verliebte nehmen negative Eigenschaften ihrer Angebetenen nicht wahr
  • Verliebte sind mutig, großherzig und gut gelaunt
  • Das Immunsystem von Verliebten testet stark, sie sind gegen Keime unempfindlich

Viele Studien haben gezeigt, welche Gehirn-Regionen aktiviert und welche deaktiviert sind, wenn das Gefühl Liebe entsteht

Die Neurobiologen Semir Zeki und Andreas Bartels am University College London, identifizierten in mehren Untersuchungsreihen, welche Gehirn-Areale aktiv werden, wenn Bilder von geliebten Personen betrachtet werden. Als Vergleich dienten Bilder von belanglosen Bekannten.

Dabei wurde ihr Gehirn mit einem funktionellen Magnetresonanztomografen (fMRT) gescannt. Ausschließlich beim Ansehen des „Liebesobjekts“ begannen bestimmte Hirnregionen zu leuchten Vor allem vier Bereiche im limbischen System, darunter das sogenannte Belohnungszentrum, waren aktiv.

Ähnliche Reaktion zeigen übrigens diese Regionen, wenn Kokain konsumiert wird.

Es gibt dabei Überlagerungen von Liebe und Sucht

Verschiedene Süchte werden in den gleichen Hirnregionen aktiviert
Verschiedene Süchte werden in den gleichen Hirnregionen aktiviert

 

Die Sucht scheint Teile der Liebesmodule zu missbrauchen.

Überrascht waren die Forscher, als sie den gleichen Test mit Müttern durchführten und ihnen Fotos ihrer Kinder vorlegten. Die identischen Bereiche, wie bei Verliebten, begannen zu leuchten.

Nicht nur Mutterliebe macht blind

Mutterliebe ist beinahe unfähig zu kritischen Urteilen. Verliebtheit und Mutterliebe sind fast identisch, bedingungslos und manchmal realitätsfern. Denn zu den inaktiven Hirnarealen zählt bei Müttern und Verliebten unter anderem genau der Gehirnbereich, der für kritische Urteile im emotionalen Bereich verantwortlich ist. Dies könnte die neurobiologische Grundlage für die viel beschriebene Blindheit der Liebe sein.

Sie lässt über jeden Fehler des Kindes hinwegsehen und Mütter jeden Streich des Sprösslings verzeihen. Gleichzeitig zeigt das Gehirn weniger Aktivitäten in Arealen, die mit negativen Gefühlen verbunden sind. Gehirnbereiche, die unter Angst und Trauer normalerweise verstärkt aktiviert sind, bleiben unter Liebeseinfluss ebenfalls inaktiv. Auf diese Weise sind die Weichen im Gehirn auf absolute Glücksgefühle eingestellt.

Was seit Beginn der Zivilisation als höchstes Mysterium galt, ist entzaubert

Und das schaffen Wissenschaftler mit so profanen Aktivitäten wie Hirnmessungen und Blutuntersuchungen.

Einige Wissenschaftler gehen sogar so weit, in der Liebe eine Art von Zwangserkrankung zu sehen. Zwangskrankte, das sind beispielsweise Menschen, die sich unzählige Male am Tag die Hände waschen, die pausenlos putzen müssen oder immerzu kontrollieren, ob sie den Herd ausgeschaltet haben. Menschen, die solchen oder anderen Zwängen unterliegen, weisen eine ganz ähnliche Hirnchemie auf wie frisch Verliebte, so die Aussage von Psychologin Donatella Marazziti, von der Universität Pisa.

Ist Liebe also messbar?

„Im Prinzip ja, denn an allen Vorgängen, auch an allen Gefühlen, sind bestimmte Gehirnregionen beteiligt, deren Reaktionen sich an den bestimmten Arealen messen lässt“, antwortet Neurobiologe Andreas Bartels.

Fakt ist, dass messbaren Vorgänge im Gehirn ablaufen. Eckart Rüther, Arzt und Psychiater, will diese nüchterne naturwissenschaftliche Definition der Liebe jedoch nicht ganz so stehen lassen:

 

„Liebe ist etwas Großartiges, das biologische Mechanismen alleine nicht erklären können.“

 

„Zwar liegen dem Gefühl physiologische Vorgänge zu Grunde, doch bestimmen sie die Liebe nicht vollständig“, räumt auch Neurobiologe Andreas Bartels ein.

Wie Liebe entsteht

Die Natur trifft die Wahl, wenn wir uns verlieben, Dabei haben Männer und Frauen unterschiedliche  Vorlieben
Es ist reiner Zufall, dass hier die Blume MÄNNERTREU dargestellt wird

Auch wenn Verliebte gern behaupten, die inneren Werte des Partners seien entscheidend, den Gleichklang der Seelen und das Verstehen, das sie von Anfang an spüren konnten – für das Verlieben spielt das in Wahrheit eine zweitrangige Rolle. Die wirkliche Initialzündung ist das Aussehen. Schließlich sind 30 Prozent unseres Gehirns ausschließlich mit der Verarbeitung von Sehreizen beschäftigt. Die Optik ist also entscheidend.

Oft entsteht bereits mit den ersten Blicken das großartige Gefühl der Liebe.

Männer bevorzugen Frauen mit besonders glatten, weichen Gesichtern, Frauen mögen markante Gesichter. Maßgeblich beteiligt für das typisch männlich/typisch weibliche Aussehen sind die Geschlechtshormone Östrogen, bzw. Testosteron.

Bei dieser „optischen Auswahl“ spielen die Hormone eine weitaus größere Rolle, als die Beteiligten das ahnen.

Das Gegenüber wird in Bruchteilen von Sekunden auf seinen Wert für die Fortpflanzung abgescannt

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Mit Heilströmen Hormonstatus beeinflussen

Vom biologischen Standpunkt aus zeugt gutes Aussehen von Gesundheit und einem hohen Spiegel an Sexualhormonen – als Voraussetzung für starke Nachkommen.

Der biologische Sinn des Verliebens ist jedoch nicht nur Kinder zu z e u g e n , das kann auch ohne Liebe oder Verliebtsein geschehen. Viel wichtiger ist die tiefe Liebe zwischen Partnern ebenso wie zwischen Eltern und dem Kind, damit es die Möglichkeit erhält, unter besten Bedingungen aufzuwachsen.

Hierin liegt wahrscheinlich der biologische Sinn des Gefühls, vermutet Andreas Bartels.

Frauen ticken anders

Frauen waren traditionell für die Versorgung der Familie zuständig
Frauen waren traditionell für die Versorgung der Familie zuständig

Dazu meint Biopsychologe Peter Walschburger: „Frauen reagieren nicht so ausschließlich auf visuelle Reize wie Männer, sie suchen unbewusst nach einem verlässlichen Mann, der Sicherheit bietet.“

Auch hierfür gibt es einen evolutionsbiologischen Hintergrund. Frauen, die durch eine Liebesbeziehung Kinder bekommen, sind jahrelang nur mit deren Versorgung beschäftigt und dabei auf Unterstützung angewiesen. Das Aussehen allein ist deshalb für Frauen nicht ganz so wichtig wie für Männer. Sie müssen in ihm auch den Beschützer erkennen können.

Was Mann und Frau ebenfalls attraktiv füreinander macht

Bei der Partnerwahll treffen oft Pheromone die Entscheidung
Pheromone treffen die Entscheidung

Nicht nur die Optik ist entscheidend für die Partnerwahl. Es geht dabei auch um seinen ganz individuellen Duft.

Ein winziger Rezeptorbereich in der Nasenschleimhaut, ist darauf spezialisiert, Pheromone, die fliegenden Sexuallockstoffe des Menschen, aufzunehmen. Ihre Duftnote entscheidet mit darüber, ob wir einen Menschen auch sexuell anziehend finden.

Die verschiedenen Nuancen entstehen unter anderem durch bestimmte Gene. Sind diese bei Mann und Frau besonders unterschiedlich, können sie sich gut ergänzen und sind damit ein Garant für gesunde Nachkommen.

Daraus erklärt sich, dass ein exotisch aussehender und anders duftender Mensch als besonders anziehend wahrgenommen wird.

Wir sind der BIOCHEMIE keineswegs hilflos ausgeliefert

Bei der Partnerwahl spielt auch das Wesen eines Menschen eine wichtige Rolle
Herzlich

Es ist auch möglich, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, wenn einem der Andere gar zu gut gefällt.

Neben den evolutionsbiologischen Faktoren spielen durchaus noch andere Dinge eine Rolle, wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben.

Zum Beispiel, wie man sich bei den ersten Begegnungen zueinander verhält, wie das Wesen des Anderen auf die Beteiligten wirkt. Und dass gemachte Erfahrungen an Gewicht gewinnen, wenn Beteiligte erkennen, dass Sie nicht weit davon entfernt sind, wieder einmal auf Gewohnheitsmuster hereinzufallen.

Da ist es dann manchmal ratsam, den Rückwärtsgang einzulegen, bevor Chemie und Muster (wieder) die Oberhand gewinnen.

Das egoistische Gen

Dieses 1976 erschienene Buch über Evolutionsbiologie von Richard Dawkins, einem britischen Biologen, richtet sich an eine breite Leserschaft. Für seine, in diesem Werk dargestellte neuartige Theorie über die Gene, als Objekte der Selektion, wird die gleiche Bezeichnung verwendet.

Egoistisches Gen? Das soll der alleinige Bestimmer sein?
Besinnen wir uns darauf, dass auch uns ein wenig Egoistmus gut zu Gesicht steht. Dann nämlich, wenn wir Gefühl und Verstand klug koppeln.

In dem Sinn gelingt eine passende Partnerwahl auf jeden Fall!